Was ist Hypnose?

Die Wirksamkeit und Effektivität der Hypnose ist heutzutage weltweit wissenschaftlich intensiv untersucht und belegt. Sie dient als Werkzeug für verschiedenste Anwendungen.

Das Unterbewußtsein ist wissenschaftlich betrachtet an das vegetative Nervensystem gekoppelt, dass die nicht willentlich gesteuerten Prozesse im Körper regelt.

Es ist auch für die Emotionen und das seelische Gleichgewicht verantwortlich und hat damit einen größeren Einfluss, als wir es uns vorstellen und vielleicht wünschen.

Es speichert unzensiert sämtliche Erfahrungen und damit verbundene Empfindungen. Vieles ist verborgen und hat einen enormen Einfluss auf unser Erleben und Verhalten.

All unsere Einstellungen, Glaubenssätze und Verhaltensweisen werden dadurch unbewußt, d.h. nicht bewußt wahrnehmbar bestimmt und beeinflusst. Wir glauben, bewusst Entscheidungen zu treffen. Tatsächlich aber trifft unser Unbewusstes die Entscheidungen für uns, schon einige Sekunden bevor wir uns der Entscheidung bewußt sind.

Bei einer Hypnose hilft der Hypnotiseur dem Klienten, in einen hypnotischen Trancezustand zu kommen, in dem es möglich ist, das Unterbewußtsein anzusprechen. Durch wiederholte, individuell angepasste Suggestionen des Hypnotiseurs können bestehende Muster, Verhaltensweisen und Emotionen quasi "überschrieben" werden. Das Unterbewußtsein nimmt alles als wahr und real an. Es ist dabei nicht relevant, ob man etwas tatsächlich erlebt oder ob man sich in hypnotischer Trance intensiv vorstellt wie es sein kann, wenn man in Zukunft sein Wunsch erfüllt, sein Ziel erreicht, sein Verhalten verändert hat...Indem der Hypnotiseur dies intensiv vorstellen und erleben lässt, wird es fest im Unterbewußtsein gespeichert und beeinflusst damit nachhaltig das zukünftige Verhalten.

Dies kann nur in Kooperation mit dem Klienten geschehen, niemals gegen seinen Willen. D.h. es ist unbedingt erforderlich, dass der Klient mitarbeitet. Mitunter erleben Klienten die Sitzungen als sehr harte Arbeit...an und mit sich selbst.

Hypnose ist kein Wundermittel! Sie kann nicht "wegzaubern". Sie ist vielmehr ein sehr wirksames Mittel, den Weg den man zur Bewältigung eines Themas gehen möchte, zu begleiten.


Trance - ein ganz natürliches Phänomen

Dem Begriff Trance haftet für viele Menschen etwas Mystisches und Unheimliches an. Viele Menschen haben durch Showhypnose völlig falsche Vorstellungen. Doch Trance ist ein ganz natürlicher Zustand, den jeder tagtäglich unbewußt erlebt, z.B. bei automatisierten Handlungen wie dem Autofahren oder wenn man von einer Sache so gefesselt ist, dass die Aufmerksamkeit intensiv auf das Geschehen fokussiert ist und man alles andere nicht wirklich wahrnimmt. Auch Tagträumen, Einschlafen und Aufwachen sind Trance-Zustände unterschiedlicher Tiefen.

Die Trance ist gekennzeichnet von folgenden Phänomenen:

  • Aufmerksamkeitsfokussierung durch eingeschränktes Bewußtsein
  • Gefühl von „Es geschieht wie von selbst, ich muss gar nichts machen"
  • Verlagerung vom rationalen Denken hin zum Spüren und Erleben

Ein wichtiger Unterschied zu alltäglich erlebten Trancezuständen ist jedoch, dass Trance in der Hypnose zielgerichtet zur Veränderung von bestehenden Verhaltensmustern verwendet wird.

In Trance kann der Klient korrigierende emotionale Erfahrungen machen, neue Perspektiven entwickeln, mit dem Unterbewusstsein kommunizieren oder positive Bilder und Suggestionen leichter aufzunehmen.


 Wie wird der hypnotische Zustand erlebt

Sie werden einen sehr angenehmen Zustand vollkommener Entspannung erleben, sehr gut vergleichbar mit dem Gefühl, wenige Sekunden bevor Sie vor dem Fernseher einschlafen. Der Hypnotisierte ist körperlich tief entspannt, während er konzentriert den Worten des Hypnotiseurs lauscht. Die Umwelt und alles um ihn herum wird vollkommen unwichtig, und Sie werden sich herrlich entspannt und absolut wohl fühlen. Dieser Zustand ist am besten zu beschreiben mit einer Art Kurzurlaub für den Körper und vor allem die Seele.

Körperlich betrachtet verlangsamen sich während einer Hypnosesitzung die Atmung, der Pulsschlag und der Stoffwechsel. Außerdem sinkt der Blutdruck, und die Muskelspannung nimmt ab. Der hypnotische Zustand wird zudem oft als so angenehm empfunden, dass viele ihn nur äußerst ungern wieder verlassen.

Wichtig zu wissen ist, dass es keinen Zeitpunkt gibt, an dem man merkt das man hypnotisiert ist! Die überwiegende Zahl der Menschen, die noch nie hypnotisiert wurden, gehen davon aus, dass man in der Hypnose bewusstlos ist. Das ist nicht der Fall! Man hört die ganze Zeit über alles und bekommt auch alles mit. Er hört alles und kann, ob bewusst oder unbewusst und je nach Trancetiefe, Suggestionen sogar ablehnen.

Sie werden werder bewußtlos noch willenlos sein und es wird nur das möglich sein, was Sie zulassen!

Hypnose ist nicht die Ausschaltung des Bewusstseins, sondern das Öffnen des Unterbewußtseins!

Selbstverständlich werden Sie aus diesem Zustand auch wieder erwachen. Es entspringt der Phantasie Unwissender, und hier insbesondere der Medien, dass man möglicherweise nicht mehr aus der Hypnose erwachen könnte. Hypnose ist nichts Mystisches, sondern ein gehirnphysiologisch erklärbarer Zustand, den jeder Mensch mehrmals täglich durchläuft, nur ist dies den meisten Menschen nicht bekannt.

Eine Amnesie wird bei Ihrer Hypnosesitzung nicht eintreten, denn ich werde die Hypnose so behutsam auflösen, dass dieser Effekt gar nicht erst eintreten kann. Sie werden sich an die komplette Sitzung und an alles Gesagte erinnern. Lediglich das Zeitgefühl kann verloren gehen.


Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Grundsätzlich ist jeder Mensch hypnotisierbar, so langer er sich vorurteilsfrei auf die Hypnose einlässt. Genau genommen ist es gerade der starke Wille, etwas im Leben zu verändern, neben der Fähigkeit sich vertrauensvoll fallen lassen zu können, der eine Person dazu befähigt, tiefe Trancezustände zu erreichen.

Vetrauen in den Hypnotiseur, Offentheit, eine gewisse Phantasie und ganz ausdrücklich Ihre Mitarbeit ist erwünscht, denn Ihr Verhalten und Ihr Umgang mit der Hypnose-Behandlung ist von entscheidender Bedeutung für die späteren Ergebnisse.

Versuchen Sie, sich auf Ihre Innere Welt – körperliche Empfindungen, Gefühle, Gedanken, innere Bilder zu konzentrieren und wahrzunehmen, was die Hypnose vielleicht gerade in Ihnen auslöst. Versuchen Sie, nicht innerlich zu analysieren, was Ihr Behandler gerade sagt und warum er das wohl gerade sagt; machen Sie sich keine Gedanken, in welcher Trancetiefe Sie wohl gerade sind, ob Sie wohl schon tief genug in Hypnose sind oder nicht oder ob diese Behandlung gerade einer anderen Behandlung entspricht, von der Sie vielleicht gehört oder gelesen haben – all das sind nur Störeinflüsse, die Ihr Unterbewusstsein dabei bremsen, das zu tun, was es eigentlich gerade tun soll. Lassen Sie die Hypnose stattdessen einfach geschehen und fühlen Sie, was sie in
Ihnen bewegt.

Selbstverständlich ist es möglich, sich gegen eine "wissentlich" eingeleitete Hypnose zu wehren, indem man sich einfach den gegebenen Suggestionen widersetzt. Aber wozu dann überhaupt einen Hypnotiseur aufsuchen?

Bei der ersten Hypnose, die erlebt wird, kann es vielleicht noch etwas schwierig sein, sich darauf einzulassen. Aufregung, Neugierde, Erwartungshaltungen und vielleicht auch etwas Angst bremsen etwas. Daher halte ich es so, dass ich bei Klienten, welche noch nie hypnotisiert worden sind zunächst eine kurze "Kennenlern-Hypnose" durchführe, bevor wir das eigentliche Thema der Sitzung angehen.


Kontraindikationen

Um eine hohe Qualität in der Behandlung zu sichern, möchte ich Sie vorweg darüber informieren, dass in manch einer Situation eine Behandlung nicht sinnvoll oder nicht bei mir möglich ist.

Um einen Veränderungsprozess zu gestalten ist ein hohes Maß an eigener Motivation zur aktiven Mitarbeit notwendig. Der eigene Wunsch ist unabdingbar, um das eigene Ziel zu erreichen. Demnach macht es keinen Sinn eine Behandlung zu beginnen, wenn Sie es für jemand anderen tun und es ist ebensowenig erfolgversprechend, wenn Sie von jemandem geschickt wurden.


In folgenden Fällen kann ich bei Ihnen keine Hypnose durchführen:

Psychose

geistige Behinderung

Migräne

Epilepsie

ADS

endogene Depression

Einnahme von Psychopharmaka

Herzinfarkt oder Schlaganfall

Thrombose

schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Erkrankungen des zentralen Nervensystems